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Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Pfersee

Auf eine mittlerweile über 30-jährige Geschichte kann die Freiwillige Feuerwehr Pfersee im Augsburger Westen zurückblicken. Wiedergegründet wurde sie als erste der „jüngeren“ Stadtteil-Feuerwehren im November 1975, zuvor bestand sie schon von 1867 bis gegen 1945.

In den 70er-Jahren zog die Berufsfeuerwehr in die neue Hauptfeuerwache an der Berliner Allee. Die Regierung von Schwaben forderte als zuständige Behörde aufgrund des Umzuges in den nördlichen und westlichen Stadtteilen eine Unterstützung der hauptamtlichen Kräfte. Um die gesetzliche Anfahrtszeit bei Einsätzen einhalten zu können, wurden Freiwillige Feuerwehren in diesen Bereichen gegründet. Neben Pfersee (1975) war dies noch in Oberhausen und Kriegshaber (beide 1976) der Fall. Sieben Freiwillige Feuerwehren unterstützen heute die Berufsfeuerwehr im Augsburger Stadtgebiet.




   
 

1979


Die Zahl der Aktiven war anfangs noch gering. Sieben Bürger konnte der damalige Stadtrat Walter Ganser von der Notwendigkeit einer Feuerwehr in Pfersee überzeugen. Ein erster Schritt zur Sicherstellung des Brandschutzes war getan. „Außerdem galt es, Verwaltungsaufgaben zu regeln und eine Satzung zu erstellen, auch die Gemeinnützigkeit wurde anerkannt“, erinnert sich das Gründungsmitglied und heutige Ehrenvorsitzende Herbert Heinemann.

 


Mit Zeitungsartikeln und Handzetteln suchte man Interessierte. Für diese begann ab Januar 1976 die zweijährige Ausbildung. Diese übernahm bei der Berufsfeuerwehr der damalige Oberbrandmeister (OBM) Fritz Steger. Wöchentlich fuhr man in die Hauptwache an der Berliner Allee. Nachdem die ersten Aktiven die Ausbildung beendet hatten, wurde Mitte 1978 von der Stadt Augsburg eine LKW-Garage angemietet. Auch ein TLF 8-Unimog kam als Einsatzfahrzeug nach Pfersee.

„Die Stadt erkannte die Notwendigkeit und die Einsatzbereitschaft unserer Wehr und suchte für sie eine neuere, größere Bleibe“, erzählt der langjährige Kommandant Werner Klopfer, der die Wehr mit Heinemann zusammen fast 30 Jahre führte. 1980 wurden die Verantwortlichen der Stadt auf dem Gelände der Spinnerei und Weberei Pfersee fündig. „Innerhalb von sechs Monaten bauten wir drei Garagen, den Unterrichtsraum und den Aufenthaltsraum um“, so Klopfer.

Nach dem Umbau gab es eine erfreuliche Nachricht: Ein zweites Fahrzeug, ein Magirus LF 16/TS stand zur Verfügung. So konnte im Herbst 1981 dreifach gefeiert werden: Gerätehauseinweihung, Fahrzeugsegnung und Weihe der neuen Vereinsfahne.
Doch der Umbau des Gerätehauses sollte nicht der Einzige bleiben: 1998 konnte die Stadt Augsburg nach langen Verhandlungen das ganze Gebäude an der Gollwitzerstraße erwerben, da der Platz mit steigender Mitgliederzahl immer weniger wurde. Die Gelegenheit war günstig, da die Spinnerei und Weberei Pfersee im Stadtteil den Betrieb einstellte und so das Gelände zur Disposition stand.

Die Aktiven leisteten über 6000 Arbeitsstunden um ein modernes, zweckmäßiges und schönes Feuerwehrgerätehaus zu bekommen. Das Gerätehaus liegt heute am Rand eines Neubaugebietes, auf dem neben Reihen- und Mehrfamilienhäusern auch ein Kindergarten entstand.
Durch den Umbau war auch Platz für das vierte Auto: Ein LF 16/12 mit Hilfeleistungssatz und Hochdruckpumpe, das im Juli 2000 – passend zum 25-jährigen Bestehen der Wehr – nach Pfersee kam.

Kurz danach wurde das Pferseer TLF 8 (Unimog) gegen ein Mehrzweckfahrzeug (Mercedes Sprinter) getauscht, zudem stehen noch ein LF 16/12 (Mercedes, Baujahr 1989) in der Garage. Ende 2016 musste ein vom Katastrophenschutz bereit gestelltes LF16/TS (Iveco) mängelbedingt außer Dienst genommen werden. Ein Ersatz ist in absehbarer Zeit nicht in Sicht.

Aktuell engagieren sich über 70 Aktive (davon ca 15 jugendliche Mädchen und Jungen) bei der Pferseer Feuerwehr, knapp 120 Personen unterstützen den Verein als fördernde Mitglieder.

Seit 2009 ist Michael Böving Kommandant, Vereinsvorsitzender ist Jens Holger Ziegler. Die größten Projekte seit ihrem Amtsantritt waren die Beschaffung leichter Einsatzsacken sowie die Sanierung der alten Vereinsfahne aus dem Jahr 1872. Zudem die Feiern zur 40-jährigen Wiedergründung (2015) und dem 150-jährigen Bestehen (2017).