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Was bedeutet Atemschutz?
Unter „Atemschutz“ verstehen wir Maßnahmen, die uns vor toxischen und infektiösen Partikeln, die in unseren Körper gelangen können schützen. Oder auch die Maßnahmen, die uns ermöglichen in „sauerstoffarmer Umgebung“ zu arbeiten. Gerade bei Einsätzen mit chemischen Stoffen oder Brandeinsätzen ist der Atemschutz eine zwingende Eigenschutzmaßnahme für Feuerwehrleute.

Welche Arten von Atemschutz gibt es?
Es gibt umluftabhängigen Atemschutz, der nur eingesetzt werden kann, wenn genügend Sauerstoff in der Umgebungsluft ist und die Schutzwirkung des Atemschutzgerätes es zulässt. Zu den umluftabhängigen Atemschutzgeräten zählt zum Beispiel die Atemschutzmaske mit verschiedenen Filtern.
Es gibt auch umluftunabhängigen Atemschutz, der dann eingesetzt werden kann, wenn zu wenig Sauerstoff in der Umgebungsluft vorhanden ist oder die Schutzwirkung es erfordert. Zu den umluftunabhängigen Atemschutzgeräten zählen zum Beispiel der Preßluftatmer mit Maske.
Um den Schutz zu erhöhen werden mehrere Maßnahmen kombiniert. So wird z.B. das Atemschutzgerät mit einer externen Überwachung, einem Totmannmelder und einem Funkgerät kombiniert um ein mögliches Unfallrisiko zu vermindern.

Wie werde ich Atemschutzgeräteträger?
Dazu müssen einige Bedingungen erfüllt sein.

Eine abgeschlossene Feuerwehrgrundausbildung.
Mindestalter 18 Jahre.
Tauglichkeit nach G 26.3, gilt jeweils bis zu drei Jahre.
Erfolgreiche Teilnahme am Lehrgang für Atemschutzgeräteträger.
Körperliche Fitness.

Was bedeutet Tauglichkeit nach G 26.3?
Die G 26.3 ist eine ärztliche Untersuchung nach Vorschrift der Berufsgenossenschaft. Sie beinhaltet zum Beispiel einen Seh-, Hör- und Reaktionstest. Neben diesen Tests wird auch der Allgemeinzustand mit weiteren Tests und Untersuchungen bewertet. Ebenso gehört ein Fitnesstest und Bluttest dazu. Aus dem Gesamtbild der Untersuchung lässt sich die Eignung zum Atemschutzgeräteträger erkennen.

Wie sieht ein Lehrgang für Atemschutzgeräteträger aus?
Dazu gehören eine theoretische und praktische Ausbildung mit Abschlussprüfung, sowie Gewöhnungsübungen und Taktikübungen.

Was muss ich als ausgebildeter Atemschutzgeräteträger zusätzlich tun?
Jeder Atemschutzgeräteträger muss spätestens nach drei Jahren wieder einer G 26.3 Untersuchung unterziehen.
Er muss innerhalb eines Jahres mindestens einen Einsatz unter Atemschutz leisten oder an einer vergleichbaren einsatznahen Übung teilnehmen, einen zusätzlichen theoretischen Unterricht besuchen und eine Begehung der Atemschutzübungsstrecke absolvieren.
Regelmäßiger Sport bzw. Ausdauertraining.

Wieso ist dieser Aufwand nötig?
Aufgrund der hohen körperlichen Belastungen (so wiegt zum Beispiel ein ausgerüsteter Feuerwehrmann mit Atemschutzausrüstung ca.30 kg mehr!) und den einsatztaktischen Anforderungen müssen stets gut ausgebildete, verlässliche und körperlich belastbare Feuerwehrleute für den Atemschutzeinsatz zur Verfügung stehen um die Arbeit in oftmals gefährlichen Situationen meistern zu können.

Neugierig geworden?
Dann stellen sie uns ihre Fragen oder besuchen sie uns doch gleich persönlich! Wir stellen ihnen gerne die Arbeit der Atemschutzgeräteträger ausführlicher vor und beantworten ihre Fragen.


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